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Warum haben Frauen häufig Blockierungen?

Von unseren Redaktionsmitgliedern Dr. med. Emmerich Verderber und Mareli Verderber, Stuttgart

Wie in anderen Bereichen wurden und werden auch in der Medizin die Belange der Frauen zu wenig oder gar nicht berücksichtigt. So wirken manche Medikamente, bedingt durch Hormonschwankungen, bei Frauen ganz anders als bei Männern.

Bereits in der Pubertät beginnt die hormon-zyklische Gewebsauflockerung. Der Busen wächst, die Haltung ändert sich. Bisher nicht erkannte Blockierungen aus der Kindheit – wie etwa das KiSS-Syndrom – bereiten jetzt verstärkt Beschwerden.

Rückenschmerzen während der Periode, und das gilt für Frauen jeden Alters, sind oft durch Blockierungen der Lendenwirbelsäule oder des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks bedingt. Viele Frauen haben einen langen Leidensweg hinter sich, haben unzählige ergebnislose Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten über sich ergehen lassen, bis sie endlich durch eine Chirotherapie von ihren Beschwerden und Ängsten erlöst werden.

Auch Verdauungs- und Blasenstörungen haben sehr oft ihren Ursprung in Blockierungen. Der quälende und oft vergeblich behandelte Steißbeinschmerz beim Sitzen und Aufstehen ist eine Domäne der Chirotherapie. Gerade hier sind nach einmaliger Behandlung „Wunderheilungen“ sehr häufig.

Ebenso sind Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Übelkeit und Kreislaufprobleme oft blockierungsbedingt.

Hohe Absätze verändern nicht nur den Gang; sie beeinflussen die Körperhaltung und belasten Gelenke auf unnatürliche Art. Da kaum eine Frau auf diese elegante Fußbekleidung verzichten wird, sollte immer für einen gesunden Ausgleich und Entlastung gesorgt werden. Die jetzt glücklicherweise wieder unmodernen Plateausohlen hatten noch einen zusätzlichen schädlichen Effekt: Beim dadurch noch tieferen Bücken wurde die Wirbelsäule noch mehr beansprucht. Vor allem bei jungen Müttern war das eine kaum vorstellbare Belastung.

Kaum ein junger Mensch kann sich vorstellen, daß er später einmal bedauernd an solche Jugendsünden denken wird, wenn ihn im Alter die dadurch bedingten Beschwerden plagen. Es gibt noch mehr Modetorheiten, zum Beispiel superenge Hosen, Korsetts, schwere Mäntel, enge Hosen- und Rockbünde und viele mehr, die Frauen mitmachen, weil es schick und modern ist. Denken wir nur an die gräßlichen Schnürleibchen, die viele Frauen Gesundheit und Leben kosteten.

Sogar Frisuren können das Gelenkspiel negativ beeinflussen. Ständiges ruckartiges Zurückwerfen der Haare ist sicher nicht ohne Folgen. Schweres langes Haar und komplizierte Frisuren bedingen eine gewisse steife Nackenhaltung. Wenigstens nachts sollte daher auf entspanntes Liegen geachtet werden.

Besonderen Belastungen ist der weibliche Körper in der Schwangerschaft ausgesetzt. Durch das Gewicht des Kindes werden die Wirbelsäule und alle Gelenke strapaziert. Kreuzschmerzen werden in dieser Zeit meist als selbstverständlich hingenommen, dabei sind oft Blockierungen die Ursache. Die Chirotherapie befreit nicht nur von den Schmerzen, sondern ist auch für Mutter und Kind gefahrlos und erleichtert die Geburt. Auch beim Geburtsvorgang kann es zu Blockierungen kommen. Nach einem Kaiserschnitt haben die Frauen oft Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Wie bei anderen Operationen hat auch hier meist nicht das Narkosemittel Schuld, sondern eine durch die Lagerung oder Narkose bedingte Blockierung der Halswirbelsäule.

Durch Tragen, Heben des Kindes und unzählige Male Bücken wird die Wirbelsäule stark strapaziert. Putzen, Bügeln, Über-Kopf-Arbeiten und andere Hausarbeiten, einseitiges Recken, schräges Bücken und Tragen schwerer Taschen führen zu Verspannungen des Schulter-Arm-Bereichs und können Blockierungen zur Folge haben. Darum ist eine Ausgleichsgymnastik und Schwimmen in dieser Zeit sehr wichtig.

Blockierungen der Füße, Fuß- und Kniegelenke, eingeschränkte Beweglichkeit der Hüftgelenke und Blockierungen der Lendenwirbelsäule verändern das Gangbild und erhöhen die Sturzgefahr bei älteren Frauen. Durch Blockierungen der Halswirbelsäule kann es, wie mehrmals erwähnt, zu Schwindel und Sehstörungen kommen, die ebenfalls Stürze verursachen. Es kommt immer wieder vor, daß den Patientinnen gesagt wird, die Beschwerden kämen von einer Osteoporose, obwohl gar keine Osteoporose vorhanden ist.

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