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Das KiSS-Syndrom

(„Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung“)

Eine Funktionsstörung der oberen Halswirbelsäule, die sich beheben läßt

Von unseren Redaktionsmitgliedern Dr. med. Emmerich Verderber und Mareli Verderber, Stuttgart

Das KiSS-Syndrom tritt bei Kleinkindern und Säuglingen auf und wird durch Blockierungen der Kopfgelenke während oder nach der Geburt verursacht. Sie können allerdings bereits im Mutterleib entstehen. Zusätzlich bestehen häufig Blockierungen des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks und anderer Wirbelsäulenabschnitte.

Ursachen

Risikofaktoren bei der Geburt sind:

Arten des KiSS-Syndroms

Es gibt zwei Hauptarten des KiSS-Syndroms, die als KiSS I und KiSS II bezeichnet werden.

In den meisten Fällen handelt es sich allerdings um Mischformen. Um interessierte Eltern nicht zu verwirren, haben wir deshalb auf eine Aufteilung der Symptome in KiSS I und KiSS II verzichtet.

Symptome

An den folgenden Symptomen können aufmerksame Eltern erkennen, ob bei ihrem Kind eine Störung vorliegen könnte:

Das Gegenteil zum Schreikind ist das „pflegeleichte Kind“. Es ist sehr ruhig und bewegungsfaul mit ausgeprägtem Schlafbedürfnis. Auffallend sind hier nur die verzögerte Bewegungsentwicklung und häufige, immer wiederkehrende stereotype Bewegungen.

Diese Symptomatik findet sich relativ häufig bei Geschwistern, wobei meist das früher geborene Kind ein Schreikind und eines der später geborenen Kinder ein phlegmatisches Kind ist. Auch familiäre Veranlagungen scheinen eine Rolle zu spielen, so daß es zweckmäßig ist, auch die Mutter zu untersuchen.

Behandlung

Nicht jedes Kind, das kurzzeitig eines dieser Symptome zeigt, muß behandelt werden. Im Zweifelsfall sollte das Kind jedoch einem erfahrenen Chirotherapeuten mit entsprechenden Kenntnissen in der Behandlung des KiSS-Syndroms vorgestellt werden.

Eine Behandlung sollte nach Möglichkeit erst nach dem dritten Lebensmonat erfolgen. Eine Röntgenaufnahme ist erforderlich. Die Behandlung selbst ist gefahrlos, wenn sie von einem gut ausgebildeten Chirotherapeuten durchgeführt wird. Die Einwirkung auf den blockierten Wirbel ist minimal, und eine Verdrehung der Halswirbelsäule wird vermieden. Verschlimmerungen – ähnlich wie Muskelkater – sind möglich und klingen bald wieder ab.

Die Behandlungsintervalle sollten nicht zu kurz gewählt werden. Eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen ist empfehlenswert. Inzwischen kann sich das Kind an die neuen Bewegungsmöglichkeiten gewöhnen. Dann können auch noch eventuell vorhandene Blockierungen gelöst und über weitere Maßnahmen (zum Beispiel Krankengymnastik) entschieden werden.

Ein unbehandeltes KiSS-Syndrom kann Spätfolgen haben, unter anderem das KiDD-Syndrom.

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