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Schiefes Gesicht, Tinnitus (Ohrgeräusche), Hörsturz und Kieferblockierungen

Von unseren Redaktionsmitgliedern Dr. med. Emmerich Verderber und Mareli Verderber, Stuttgart

Gelegentlich sieht man Menschen mit stark unregelmäßigen Gesichtszügen und fragt sich, wie sie zustande kommen.

Wenn sie nicht vererbt sind, kann es sich um Spätfolgen des KiSS-Syndroms (KiSS = Kopfgelenksinduzierte Symmetriestörung) handeln. Falls die Blockierung nicht rechtzeitig, das heißt im Kindesalter, behoben wird, entwickelt sich eine Atlas-Asymmetrie, welche eine Gesichtsasymmetrie nach sich zieht.

Im Jahr 2000 wurde ein Artikel in der „Zeit“ zum KiSS-Syndrom veröffentlicht, in dem sich die folgende Passage findet:

Die medizinischen Gegner solcher Methoden hingegen meinen, es gäbe bei KiSS nichts zu behandeln. Der Heidelberger Kinderorthopäde Carstens sagt: „Die meisten Schiefhaltesymptome verschwinden durch ‚intensives Abwarten.‘“ Der Freiburger Kinderneurologe Korinthenberg stimmt dem zu: „Bei diesem sogenannten KiSS-Syndrom wird ein harmloses Symptom überbehandelt.

Dazu kann man nur sagen, daß die betreffenden Ärzte nur Kinder behandeln und in Folge dessen die Spätfolgen bei Erwachsenen gar nicht zu sehen kriegen.

Veränderungen der Mimik können aber auch eine Folge von Blockierungen der Halswirbelsäule sein. Doch ist davon nicht nur das Gesicht betroffen. Die Beweglichkeit der gesamten Halswirbelsäule ist dann eingeschränkt. Der Kopf kann nicht voll zu einer Seite gedreht werden, eine Schulter wird beim Drehen des Kopfes hochgezogen. Beim Rückwärtseinparken gibt es Schwierigkeiten. Es bestehen häufig Verspannungen im Nacken. Eine Schulter steht oft höher. Oft bestehen auch migräneähnliche Kopfschmerzen. Ursache sind Blockierungen, die entweder zu Muskelanspannungen oder -abschwächungen führen können. Durch eine Chirotherapie können diese Veränderungen behoben werden. In vielen Fällen ist damit auch Erwachsenen noch zu helfen.

Durch Lösung der Blockierungen können die einseitigen Muskelanspannungen oder -abschwächungen beseitigt werden. Die Halswirbelsäule und der Schulterbereich sind wieder frei beweglich; dadurch entspannt sich auch die Gesichtsmuskulatur, und die ungleichen Gesichtshälften bessern sich, soweit es sich nicht um knöcherne Ursachen handelt.

Kein Gegenstand der Chirotherapie sind Lähmungen der Gesichtsnerven oder gefäßbedingte und andere Ursachen.

Auch durch Kieferblockierungen kann es zu Veränderungen der Mimik kommen. Blockierungen der Kiefergelenke können verschiedene Ursachen haben und zu immer wiederkehrenden Blockierungen der Halswirbelsäule führen. Die Blockierungen des Kiefergelenkes können durch starke Schläge ins Gesicht, Prellungen oder Kieferbruch entstehen. Auch eine längere zahnärztliche Behandlung mit dadurch bedingter Zwangshaltung ist oft der Grund. Schmerzen im Kiefergelenk und eingeschränkte Beweglichkeit sind die Folge. Die Zähne passen nicht mehr richtig aufeinander und Prothesen sitzen nicht. Kieferblockierungen treten auch bereits im Kindesalter auf. Sie können zu unterschiedlich abgeschliffenen Milchzähnen, nächtlichem Zähneknirschen und einseitigem Kauen führen. Umgekehrt kann ein Fehlbiß Kiefergelenks- und Halswirbelblockierungen auslösen.

Auch der Tinnitus (Ohrgeräusche) kann durch eine Halswirbelsäulenblockierung ausgelöst werden. Durch rechtzeitige chirotherapeutische Behandlung ist diese lästige Erscheinung zu beseitigen. Das gilt auch für den Hörsturz. Wie eine ausgedehnte Untersuchung durch Hals-Nasen-Ohren-Ärzte ergeben hat, kann die Chirotherapie hier ebenfalls hilfreich sein. Sie ist gleichwertig mit einer Infusionsbehandlung. Allerdings sollte sie in den ersten sechs Wochen erfolgen; danach sinkt die Erfolgsquote rapide.

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