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Kniebeschwerden

Von unseren Redaktionsmitgliedern Dr. med. Emmerich Verderber und Mareli Verderber, Stuttgart

Kniebeschwerden durch Wirbelblockierungen

Kniebeschwerden durch Wirbelblockierungen sind überaus häufig. Durch Blockierungen des zweiten und dritten Lendenwirbels und des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks erhöht sich die Muskelspannung (Muskeltonus) des vierköpfigen Oberschenkelstreckers (also des Muskels auf der Vorderseite des Oberschenkels). Dadurch wird die Kniescheibe mit erhöhtem Druck gegen die Oberschenkelrolle (den zum Oberschenkelknochen gehörenden Teil des Kniegelenks) gepreßt.

Die Schmerzen an der Kniescheibe werden oft als Knorpelschaden fehlgedeutet. Sind auf dem Röntgenbild dann noch zusätzliche Zeichen einer beginnenden Arthrose zu sehen, scheint die Ursache klar zu sein. Bei unklaren Befunden, wechselnden Beschwerden, vor allem aber bei widersprüchlichen Diagnosen sollte man deshalb immer an eine wirbelsäulenbedingte Störung denken. Sogar sich wiederholende Kniegelenksergüsse können wirbelsäulenbedingt sein.

Um sich eine überflüssige Operation zu ersparen, besonders bei unsicherer Diagnose, sollten Sie die Beschwerden unbedingt chirotherapeutisch abklären und gegebenenfalls behandeln lassen. Sollte das wider Erwarten nicht erfolgreich sein, können Sie sich immer noch am Kniegelenk operieren lassen.

Kniebeschwerden durch Blockierungen des Wadenbeinköpfchens

Bei Sportlern – besonders bei Läufern, Radfahrern, Tänzern, Fußballern –, aber natürlich auch bei allen anderen Personen, können plötzlich Knieschmerzen an der Außenseite des Kniegelenkes auftreten.

Die Beschwerden sitzen jedoch tiefer als der Kniegelenksspalt, und auch die sogenannten Meniskuszeichen, die auf einen Schaden des Meniskus hindeuten, fehlen meistens. Das heißt, es treten meistens keine Schmerzen beim Durchstrecken oder Verdrehen des Knies auf. Das Wadenbeinköpfchen ist bei der Untersuchung stark druckschmerzhaft, und das Gelenk zwischen Wadenbein und Schienbein ist nicht mehr beweglich.

Wird die Blockierung des Wadenbeinköpfchens gelöst, verschwinden die Beschwerden in der Regel sofort. Dazu übt der Chirotherapeut über dem Wadenbeinköpfchen in langsamem, regelmäßigen Rhythmus in die nicht gesperrte Richtung Druck aus, bis das Gelenk wieder sein natürliches Spiel hat. Dieser Vorgang wird als Mobilisierung bezeichnet und tut nicht weh.

Dazu der Bericht des Chirotherapeuten Dr. med. Emmerich Verderber aus Stuttgart:

„Während eines Urlaubs in der Türkei sahen wir der Vorführung einer Tanzgruppe zu. Plötzlich begann ein Tänzer zu humpeln und mußte aufhören. Umgeben von den ratlosen Tänzern lag er auf einer Bank und zeigte auf sein schmerzendes Knie. Eine Tänzerin verstand ein wenig Englisch, und ich machte ihr klar, daß ich Arzt sei und das Kniegelenk ansehen wolle. Nach der Untersuchung erklärte ich, daß es sich wahrscheinlich um eine Blockierung handele und ich versuchen würde, ihm zu helfen. Die Gruppe war sofort einverstanden. Nach der Deblockierung war der Tänzer sofort schmerzfrei. Alle waren glücklich und umarmten mich. Der Tänzer konnte am nächsten Tag wieder auftreten.“

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