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AnfangBehandlung, Griffe

Deblockierung des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks (Iliosakralgelenks)

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Verderber, Stuttgart

Das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk hat nur einen sehr kleinen Bewegungsspielraum, aber eine große Bedeutung. Es verbindet das Kreuzbein am unteren Ende der Wirbelsäule mit dem Becken. In der Medizin sind die Bezeichnungen Iliosakralgelenk (ISG), Sacroilikalgelenk (SIG) und Articulatio sacroiliaca üblich.

Der Vielzahl der Bezeichnungen für das Gelenk entspricht auch eine Vielzahl möglicher Griffe, um seine Blockierung durch Manipulation oder Mobilisation zu lösen, je nachdem, welche Art der Blockierung vorliegt und was der Patient verträgt. Einige dieser Griffe werden hier gezeigt.

Der Erlösergriff

Der Erlösergriff trägt seinen Namen zu Recht; wer ihn als Patient erlebt hat, wird sich kaum an einen anderen Griff erinnern, der so schnell ein derartiges Gefühl der Befreiung hinterläßt. Mit ihm lösen sich häufig auch eine ganze Reihe anderer Blockierungen an der Wirbelsäule. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, werden Schultern und Becken gegeneinander verdreht und so eine Spannung aufgebaut, auf die nach dem Probezug der Impuls folgt. Es handelt sich also um eine Manipulation.


Foto: Spannungszustand beim Erlösergriff für das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Quelle: Dr. med. Emmerich Verderber, Stuttgart).

Der modifizierte Kreuzhandgriff

Auch der modifizierte Kreuzhandgriff ist eine Manipulation. Wie man auf dem Bild gut erkennen kann, drückt der Chirotherapeut bei der auf dem Bauch liegenden Patientin senkrecht auf das Kreuzbein und baut so Spannung auf, der schließlich (nach dem Probezug) der Impuls folgt.


Foto: Spannungszustand beim modifizierten Kreuzhandgriff für das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Quelle: Dr. med. Emmerich Verderber, Stuttgart).

Kaudalisierender Schub über das Sacrum

Der spröde Begriff kaudalisierender Schub über das Sacrum bedeutet, daß der Chirotherapeut über das Kreuzbein (Os sacrum) in Richtung auf die Füße schiebt, wie das auf dem Bild auch gut zu erkennen ist. Dieser Griff ist eher als Mobilisation anzusehen.


Foto: Kaudalisierender Schub über das Sacrum (Quelle: Dr. med. Emmerich Verderber, Stuttgart).

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