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Verspannungen im Bereich von Schultern und Nacken

Von unseren Redaktionsmitgliedern Mareli Verderber und Dr. med. Emmerich Verderber, Stuttgart

Über Verspannungen im Bereich der Schultern und der Halswirbelsäule klagen viele Menschen, doch nur wenige wissen, wie sie entstehen. Schlechte oder angespannte Kopfhaltung in Freizeit und Beruf sind neben Blockierungen die häufigsten Ursachen. Das kann der schlechte Platz im Theater sein, angestrengtes Nach-oben-Sehen bei Besichtigungen, angespanntes Arbeiten am Computer und Arbeitstisch, einseitige Belastung – zum Beispiel beim Bügeln, beim Tragen schwerer Taschen oder beim Herumtragen eines Kindes –, ja sogar langes Sitzen am Biertisch mit aufgestützten Armen können zu schmerzhaften Verspannungen führen.

Weniger bekannt ist, daß Verspannungen sehr oft seelisch begründet sind. Frauen sind oder waren bisher stärker betroffen als Männer, da sie sich meist für das Wohlergehen der ganzen Familie verantwortlich fühlen. Eine lieblose Partnerschaft, finanzielle Probleme, Überlastung im Haushalt oder Beruf und Überforderung durch andere oder sich selbst erzeugen Dauerstreß der negativen Art.

Anspannung erfordert Entspannung, sonst entsteht Verspannung! Wer ständig angespannt ist, kann sich nicht ausreichend entspannen und verlernt es schließlich ganz. Dann entspannt sich der Körper nicht einmal mehr beim Schlafen. Der Mensch liegt verkrampft, mit angespannter Schulterpartie. Oft schlafen dann die Arme ein, und Wadenkrämpfe, Kreuzschmerzen oder plötzliche Kopfschmerzen sind die Folge.

Ein gut informierter Patient erzählte mir neulich, daß er sich dreimal am Tag 10 Minuten Zeit für Entspannungsübungen nimmt. Ein löbliches Verhalten, doch was sind 30 Minuten bewußtes Entspannen gegen 23½ Stunden unbewußtes Anspannen?

Entspannung beginnt im Kopf! Ein bißchen mehr auf sich selber zu achten hilft bereits, Verspannungen zu vermeiden. Wir bewegen uns zu wenig im Gespräch oder beim Zuhören. „Zappel’ nicht herum, sitz still!“ sind wir von unseren Erziehern ständig ermahnt worden. Dabei wäre ein bißchen Zappeln, Gestikulieren und Bewegen nicht nur für unsere Wirbelsäule viel besser, sondern auch für die Durchblutung und Atmung.

Achten Sie auf Ihre Schultern! Sind sie ständig hochgezogen? Runter damit! Die Arme lang machen, und den Hals strecken, als wäre man eine Giraffe – und das, so oft es geht! Machen Sie das bewußt so lange, bis es im Kopf angekommen ist. Erst dann geht es in Fleisch und Blut über, bis der Körper schließlich selbst meldet, wenn Sie sich lange nicht entspannt haben. Schlafen Sie nicht ein, bevor Sie den Kopf gut abgestützt, die Schultern gelockert und den Körper entspannt haben. Und denken sie trotz Sorgen und Alltagsstreß an etwas Schönes, bevor Sie einschlafen; das hilft viele Verspannungen, Blockierungen und Schmerzen vermeiden.

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